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SUMMARY:Ist Carl Ramsauer als Namensgeber noch zeitgemäß? - Diskussionsvera
 nstaltung der PGzB
DESCRIPTION:Die Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB) hat beschlosse
 n, sich mit der historischen Rolle von Carl Ramsauer in der Zeit vor 1945 a
 useinanderzusetzen und veranstaltet dazu eine Diskussionsveranstaltung mit 
 Experten sowie Vorstandsmitgliedern der PGzB:\n\nOliver Benson (HU Berlin, 
 PGzB), Dieter Hoffmann (MPIWG Berlin), Helmut Maier (Uni Wuppertal), Falk M
 üller (Uni Frankfurt), Lutz Schweikhard (Uni Greifswald), Thomas Stamm-Kuhl
 mann (Uni Greifswald), Stefan Wolff (Deutsches Museum München), Stephanie R
 eich (FU Berlin, PGzB).\n\nModeration: Martin Wolf (FHI Berlin, PGzB)\n\nZu
 r Vita: Carl Ramsauer studierte Mathematik und Physik in München, Tübingen,
  Berlin und zuletzt in Kiel, wo er 1903 promovierte. Er arbeitete 1902 bis 
 1906 am Kaiserlichen Torpedo-Laboratorium in Kiel und dann am Radiologische
 n Institut in Heidelberg, wo er sich 1909 habilitierte und 1915 zum Außeror
 dentlichen Professor ernannt wurde. 1920 entdeckte er den in klassischer Si
 chtweise ungewöhnlichen „Ramsauer-Effekt", dass langsame Elektronen ein Gas
  besser als schnelle Elektronen durchdringen können und wurde damit zu eine
 m Pionier der Quantenmechanik. 1921 wurde er zum Ordinarius der Technische 
 Hochschule Danzig berufen und ging 1928 zur Gründung und Leitung des zentra
 len AEG-Forschungslaboratoriums nach Berlin. Das AEG-Forschungsinstitut pro
 filierte sich im Dritten Reich zu einer der größten Einrichtungen der indus
 triellen Rüstungsforschung. Ramsauer avancierte 1933 zum stellvertretenden 
 Vorstandsmitglied des Konzerns. In der Physikalischen Gesellschaft war er z
 unächst 1938/39 Vorsitzender der PGzB und bekleidete 1940 bis 1945 den Vors
 itz der DPG. In dieser Funktion war er um die Wahrung einer gewissen Autono
 mie gegenüber den nationalsozialistischen Machthabern bemüht, doch wurde er
  auch Leitfigur  der Selbstmobilisierung der deutschen Physiker für den nat
 ionalsozialistischen Angriffskrieg. 1945 wurde er  als Ordinarius an die TU
  Berlin berufen, wo er bis 1952 tätig war. In den Jahren 1949 und 1950 war 
 Carl Ramsauer der erste Vorsitzende der nach dem 2. Weltkrieg neugegründete
 n PGzB.
LOCATION:Magnus-Haus - Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin + Online
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