Physik-Studienpreis
Der Physik-Studienpreis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB) wird jährlich für herausragende Absolventinnen und Absolventen des Master-Physikstudiums (früher Diplom- Physikstudiums) ausgelobt. Der Physik-Studienpreis wurde in der Vergangenheit durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, die Siemens AG und die Deutschen Physikalische Gesellschaft gefördert. Derzeit erfolgt die Förderung durch die Wilhelm und Else Heraeus- Stiftung. Vorschlagsberechtigt waren bis 2021 die Freie Universität Berlin, die Humboldt- Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Universität Potsdam. Seit 2022 gehört auch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg zu den vorschlagsberechtigten Universitäten.
Zeit
Ort
Abbestraße 2–12
Organisation
Moderation
Sprecher:innen
- Prof. Dr. Gregor Koblmüller
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Hélène Colinet
Freie Universität Berlin
Rémi Gilliot
Freie Universität Berlin
Grigory Kornilov
Humboldt-Universität zu Berlin
Björn Riedel
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Luis Calvin Steinfadt
Technische Universität Berlin
Joshua Benjamin Uhlig
Universität Potsdam
Oliver Voigt
Technische Universität Berlin
Festvortrag: CIPHOR und die kleinsten integrierten Nanolaser der Welt
Sprecher: Prof. Dr. Gregor Koblmüller (TU Berlin)
Zusammenfassung
Immer kleiner, immer schneller, immer billiger – seit Beginn des Computerzeitalters verdoppelt sich die Leistung von Prozessoren durchschnittlich alle 18 Monate. Schon vor 60 Jahren prognostizierte Intel-Mitbegründer Gordon E. Moore diese Zunahme der Rechnerleistung. Und das „Mooresche Gesetz“ scheint immer noch zu gelten. Doch jetzt stößt die Miniaturisierung der Elektronik an physikalische Grenzen. Schon heute sind Transistoren nur noch einige Nanometer groß. Reduziert man die Abmessungen noch weiter, steigen die Kosten massiv. Eine Steigerung der Leistung ist nur realisierbar, wenn man Elektronen durch Photonen, also Lichtteilchen, ersetzt und damit photonische Schaltkreise auf Halbleiter-Chips im Stecknadelformat realisiert.
Hier setzt das CIPHOR (Center for Integrated Photonics Research) an, ein neu gegründetes interdisziplinäres Forschungszentrum an der TU Berlin, in dem Zukunftsfelder der integrierten Photonik und Quantenoptik maßgeblich vorangetrieben werden. Ein integraler Bestandteil der Forschungsprogrammatik ist dabei die Miniaturisierung und On-Chip Integration optischer Komponenten und nanophotonischer Materialien auf einem kompakten, leistungsfähigen Halbleiterchip. Als wegweisendes Beispiel zeige ich die Entwicklung kleinstmöglicher Halbleiter-Laser auf, die direkt auf Silizium-Chips integriert werden können und neue Applikationsfelder für die optische Datenübertragung und -verarbeitung eröffnen. Hundert- bis tausendmal dünner als ein Menschenhaar, können sogenannte Nanodraht-Laser als neuartige Lasersysteme genau diese Anforderungen in eleganter Weise erfüllen. Es wird weiters dargestellt, wie solche ultrakleinen Laser buchstäblich Atom für Atom synthetisch aufgebaut werden, in Silizium Wellenleiter integriert werden, und dabei die Entwicklung hochleistungsfähiger optischer Komponenten für zukünftige Computer voranbringen.

Zeit
Ort
Abbestraße 2–12
Organisation
Moderation
Sprecher:innen
- Dr. Tobias Heindel
Der Physik-Studienpreis 2025 wurde im Rahmen einer Festveranstaltung am 10.7.2025 an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt im Hörsaal im Hermann-von-Helmholtz-Bau an die Preisträgerinnen und Preisträger verliehen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Anton Gladyshev
Humboldt-Universität zu Berlin
Richard Gundermann
Universität Potsdam
Charlotta Gurr
Humboldt-Universität zu Berlin
Anton Halaski
Freie Universität Berlin
Sabrina Meyer
Technische Universität Berlin
Chantal Müller
Freie Universität Berlin
Jacopo Venturin
Freie Universität Berlin
Jerome Wiesemann
Technische Universität Berlin
Festvortrag: Mikro-Dartscheiben für das Quanteninternet – Als eine Quantenlichtquelle auszog um Europa zu bereisen...
Sprecher: Dr. Tobias Heindel (TU Berlin)
Quantenlichtquellen ermöglichen es einzelne Lichtteilchen gezielt für Anwendungen in der Quantenkommunikation zu erzeugen – längst nicht mehr nur im Labor. Jüngste Ergebnisse basierend auf Halbleiter-Quantenpunkten ermöglichen dabei spannende Fortschritte in Richtung funktionaler Quantennetzwerke. Skalierbar integriert in winzige Strukturen können Photonen mit Gigahertz-Taktraten erzeugt und neue Anwendungen erschlossen werden. Um diese Fortschritte mit der Öffentlichkeit zu teilen und Forschende weltweit zu vernetzen, verlässt eine unserer Quantenlichtquellen für mehr als 1 Jahr das Labor und bereist über 12 Länder, in Europa aber auch darüber hinaus...
[Referenz: L. Rickert und T. Heindel, "Mikro-Dartscheiben für das Quanteninternet", Physik Journal 24, Heft Nr. 4, S. 42-46 (2025)]










